Jede gelungene Veranstaltung unter Einbeziehung von Gebärdensprachdolmetschenden setzt eine detaillierte und gut organisierte Planung voraus. Auch aus diesem Grund bereiten sich qualifizierte Gebärdensprachdolmetscher/Innen auf jeden Dolmetscheinsatz eine gesicherte Kommunikation bieten zu können, stehe ich gerne beratend für die Planung und Organisation von Dolmetscheinsätzen zur Verfügung. Darüber hinaus bieten wir in unserer Beratung auch Informationen über evtl. Refinanzierungsmöglichkeiten von Dolmetscheinsätzen an.

Ich verfüge über bundesweite Kontakte und arbeite in Kooperation mit anderen qualifizierten Gebärdensprachdolmetschenden. So kann bei der Planung von Dolmetscheinsätzen einerseits Fachwissen genutzt und andererseits nach ortsnahen und kompetenten Dolmetschern gesucht werden.

In meiner Arbeit lege ich großen Wert auf Vertrauen und Verschwiegenheit. Deswegen habe ich mich mit meiner Mitgliedschaft im Berufsfachverband der Gebärdensprachdolmetschenden NRW der Berufs- und Ehrenordnung verpflichtet. Bei Abschluss eines Dolmetschvertrages ist die Verpflichtung im Rahmen der Berufs- und Ehrenordnung als Dolmetscherin tätig zu werden, Bestandteil des Vertrages.

 

Damit Dolmetschende sich in der Vorbereitung eines Dolmetschereinsatzes auf die Situation adäquat einstellen können, benötigen sie alle zugänglichen Informationen. Dolmetscher sind "Kommunikationsspezialisten" und dolmetschen im Prozeß zwischen mindestens zwei Gesprächspartnern. Um diese Aufgabe so effizient wie möglich bewältigen zu können, sind Vorabinformationen unumgänglich.

Denn nur so kann sichergestellt werden, daß Dolmetscher die kommenden Situationen richtig einschätzen können und die zu Dolmetschenden in "Ton, Sinn, Wortwahl, Redestil" angemessen übersetzen. Gerade der Dolmetschprozeß verlangt vom Dolmetschenden, sich in Bruchteilen von Sekunden für die "richtige" Übersetzung entscheiden zu müssen. Da wir Gebärdensprachdolmetscher sind und eine unserer Arbeitssprachen die Deutsche Gebärdensprache ist, sind für uns visualisierte Texte, z.B. Informationen über ein Gebäude sehr wichtig, da Gebärdensprachen visuell ausgerichtete Sprachen sind . Bitte beachten Sie bei Einsätzen von Gebärdensprachdolmetschern, daß der Gehörlose den Dolmetscher gut sehen muß, wie auch den Originalredner . Somit wird dem Gehörlosen die Möglichkeit gegeben, seinen Gesprächspartner direkt sehen zu können. Dabei sollte auf den Hintergrund geachtet werden (z.B. kein Gegenlicht, gute Beleuchtung).

Vor Ort wird von den Dolmetschenden das sogenannte "Setting" untersucht und evtl. verändert um die optimalen Voraussetzungen für den Dolmetschprozeß zu gewährleisten. In der Regel werden ca. 20 Minuten bis 1 Stunde hierfür benötigt. Bei einem Auftrag werden Akkustik, Beleuchtung, Sichtverhältnisse, Positionierungsverhältnisse der Dolmetscher, sowie der Dolmetscherwechsel geklärt.

Diese "Briefing - Liste" soll eine Grundlage für Sie über die für Dolmetscher nötigen Informationen sein und Ihnen die Möglichkeit geben, ggf. Fehlendes nachzureichen.

 

Um eventuelle äussere, für den Kommunikationsprozess störende Faktoren abzustellen und eine reibungslose Kommunikation zu sichern, ist es wichtig, an dem Einsatzort das Setting zu inspizieren. Es umfasst das in Anschein nehmen der örtlichen Gegebenheiten, die Einfluss auf den Dolmetschprozess haben. Das können sein: Akkustik, Mikrophon, Beleuchtung, Standort der Dolmetscher, Sitzordnung der Teilnehmenden u.a.