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Simultandolmetschen umfasst in einem nahezu nicht verzögerten Prozeß die gleichzeitige Aufnahme einer Nachricht einer Ausgangssprache, deren kognitiver Verarbeitung, ihre Formulierung in die Zielsprache unter Berücksichtigung übersetzungrelevanter Aspekte wie Sprachstil, Nuancen und parasprachliche Mittel, Fachtermilogie und Intention der Sprecher. Eine inhaltliche und terminologische Vorbereitung ist also unumgänglich, um diesen komplexen Prozeß nicht noch durch das Erschließen von Inhalten zu erschweren.
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Unter Übersetzen versteht man die schriftliche Übersetzung von der Ausgangssprache in die Zielsprache wobei bei dieser Dolmetschform Zeit für mehrfache Korrekturen der Übersetzung vorhanden ist. Dabei können Nachschlagwerke u.a. zu Hilfe gezogen werden. Allerdings ist die Übersetzung in der Gebärdensprache eine etwas andere Form, da die Gebärdensprache eine visuelle Sprache ist, und nur für wissenschaftliche Zwecke eine Schriftform kreiert wurde.
Trotzdem sind Übersetzungen in die Gebärdensprache möglich und werden auch angewendet. So können Schriftstücke (Klausuren, Tests, Prüfungsaufgaben, Behördenschreiben, Broschüren, Informationsblätter u.s.w.) dem Gehörlosen übersetzt werden oder auf Video aufgezeichnet werden. Auch ist es möglich, Äusserungen aus der Gebärdensprache als Schriftstück zu formulieren, z.B. indem man ein Video in Gebärdensprache erhält und dieses in Schriftform bringt oder die Verdolmetschung mit einem Diktiergerät aufnimmt und im Anschluß verschriftlicht. |
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Während eines Dolmetschprozesses zwischen Gebärdensprache und Lautsprache wird ein weiterer Dolmetscher eingesetzt. Meistens sind Relaisdolmetscher selbst gehörlos. Relaisdolmetscher kommen zum Einsatz, wenn es sich um ausländische oder spracharme Gehörlose handelt, die nicht der Deutschen Gebärdensprache ausreichend mächtig sind oder diese gar nicht beherrschen. Dabei wird z.B. vom Gebärdensprachdolmetscher die Mitteilung aus der Lautsprache in die Gebärdensprache gedolmetscht und vom Relaisdolmetscher in die individuelle und verständliche Sprachform des Rezipienten. Somit ist es möglich, Kommunikations oder Wissenslücken des jeweiligen Rezipienten mit zu berücksichtigen. |